Undercover: Blindbuch.de reduziert das Buch auf seinen Kern

Es ist ein abgedroschenes Sprichwort, dass man ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen soll. Denn jeder weiss: Die Entscheidung für oder gegen einen Text ist in erheblichem Masse abhängig von der Gestaltung seiner Verpackung. Nun versucht blindbuch.de dem entgegenzuwirken.

Die Seite, ein Schwesterprojekt von lesen.net, präsentiert Buchauszüge ohne jede Angabe zu ihrer Herkunft. Man konzentriert sich auf den Kern der Literatur: den Text. Inspiriert wurden die Macher von einem interessanten Artikel, der im März diesen Jahres im Forbes-Magazin publiziert wurde. In diesem heisst es, nach einer bekannten Studie von Barry Schwartz, dass man bei einer grossen Bandbreite an Auswahlmöglichkeiten Wege sucht, die Entscheidung  zu beschleunigen, und so zumeist ohne vollständig informiert zu sein, für oder gegen etwas entscheidet. Bei Bücher sind diese Wege zur Beschleunigung primär in der Verpackung und Gestaltung des Produkts angesiedelt.

Blindbuch.de versucht nun Abhilfe zu schaffen. Bereits stehen mehr als einhundert quellenlose Textauszüge frei zur Verfügung und die Sammlung wächst rapide. Es handelt sich nicht immer um Buchanfänge, sondern oftmals um markante Stellen, die mitten aus einem Text gepickt wurden. Eine spannende und inspirierende Idee, die es genau zu verfolgen gilt.

http://www.blindbuch.de/

http://www.forbes.com/sites/suwcharmananderson/2013/03/28/book-discovery-give-me-blind-dates-with-books/

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